Was haben eine Wirtin und eine Hundefriseurin gemeinsam? Beide – Claudia Ziegler in ihrem Lokal „Schlusslicht“ am Schlosshof und Caro Kleber in der „Hundekiste“ – lieben ihren Beruf.




Claudia Ziegler hat seit dem 18. Lebensjahr nebenberuflich in der Gastronomie gearbeitet und bedient seit Mai 2017 die Kunden im eigenen Lokal „Schlusslicht“.
Foto: Brigitte Grüner


„Ich habe sehr gerne mit Menschen zu tun“, sagt Claudia Ziegler über sich selbst. Seit dem 18. Lebensjahr bedient sie in verschiedenen Gaststätten – anfangs wegen des zusätzlichen Taschengeldes, später weil es ihr einfach Spaß macht. Als Andrea Hamerla im Winter 2017 „Die kleine Kneipe“ in der historischen „Alten Münze“ geschlossen hatte, dachte Claudia Ziegler noch nicht daran, die Nachfolge anzutreten. Nach einigen Wochen habe sie immer wieder gehört, wie schade es doch sei, dass das gemütliche Lokal in der „Alten Münze“ am Schlosshof nicht mehr offen hat. „Da dachte ich mir: Warum mache ich das nicht selbst?“ Immerhin hatte die in Neuhaus und Auerbach aufgewachsene Claudia Ziegler auch schon vorübergehend das SC Sportheim gepachtet.

GEMÜTLICHES AMBIENTE IM HISTORISCHEN HAUS

Im Mai 2017 eröffnete sie ihr Lokal „Schlusslicht“. Die Namensgebung war ein Zufall, erklärt sie. Sie erzählte einem Bekannten davon, dass sie eine Kneipe eröffnen möchte, aber weiterhin bei ZF Friedrichshafen im Labor arbeiten wird. Daher werde sie das Lokal erst am Abend öffnen. „Dann bist Du das Schlusslicht“ sagte der Bekannte, und schon stand der Name fest. Die Leute sollen sich bei mir wohlfühlen“, sagt die Wirtin, die von ihrer Tochter Jennifer Ziegler unterstützt wird.


Ein gemütliches Ambiente ist Claudia Ziegler besonders wichtig. Das Gewölbe des Gastraums mit 28 Sitzplätzen hat sie im Vintage-Stil dekoriert. Ab Mai sind die Gäste auch im Außenbereich willkommen. Neben einer Getränkekarte mit einer guten Auswahl gibt es im „Schlusslicht“ auch kleine Speisen wie Ciabatta. Auch bayerische Schmankerl möchte Claudia Ziegler demnächst anbieten. Etwa beim Starkbierfest mit Live-Musik am 17. März. Auch ein orientalischer Abend und ein Mittelalter-Themenwochenende sind in Planung. Geöffnet hat das „Schlusslicht“ in der „Alten Münze“ von Mittwoch bis Sonntag jeweils ab 18:30 Uhr.





Wurde von dankbaren Kunden schon „Hundeflüsterin“ genannt: Caro Kleber liebt Hunde und hat ihren Traumberuf gefunden.
Foto: Brigitte Grüner




Eine Marktlücke hat Carola Kleber geschlossen.Die aus Kemnath stammende Jungunternehmerin hatte bereits 2015 am Behälterweiher die „Hundekiste“ eröffnet. Seit Oktober findet man ihren Salon in der Dr.-Heinrich-Stromer-Straße 1. Unter dem Motto „Ihr Friseur für alle Felle“ kümmert sie sich liebend gerne um Hunde jeder Größe. Sie hat selbst einen Labrador und einen Bordermix. „Ich habe wirklich meinen Traumberuf gefunden“, sagt sie von sich. Sie mache ihren Beruf mit sehr viel Herzblut uns sei deshalb von zufriedenen Kunden schon als „Hundeflüsterin“ bezeichnet worden.

FRISEURIN FÜR ALLE FELLE SEIT OKTOBER IN DER INNENSTADT

Unter Fachleuten wird ein Hundefriseur als „Groomer“ bezeichnet. Die Ausbildung ist unter anderem in Seminaren oder Wochenendkursen möglich. Carola Kleber hat ein halbes Jahr und einiges an Teilnahmegebühren investiert, um richtig gut ausgebildet zu werden. Sie übernimmt für Hundebesitzer das Baden und Föhnen der geliebten Vierbeine. Auch das Schneiden, Scheren und Trimmen gehört zu ihren Dienstleistungen. Besonders bei Tieren mit dichtem Fell muss bisweilen die Unterwolle entfernt oder das Fell gebürstet und entfilzt werden. Augen- und Ohrenpflege sowie Krallen- und Zahnpflege werden auf Kundenwunsch ebenfalls durchgeführt. Carola Kleber hilft bei der Entfernung von Parasiten und bietet dazu auch medizinische Bäder an. Bei Hautkrankheiten von Hunden kümmert sie sich in enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen Veterinär um die Tiere.



Der neue Standort in der Innenstadt gefällt der Hundefriseurin sehr gut. Oft komme es vor, dass Menschen – besonders Kinder - vor dem Schaufenster stehen bleiben und zusehen, wenn sie mit der Fellpflege beschäftigt ist. Mund-Propaganda von zufriedenen Kunden ist für sie die beste Werbung. Inzwischen kommen auch Züchter und lassen ihren Vierbeiner in der „Hundekiste“ für eine Ausstellung hübsch machen“. Ihre Dienstleistungen seien noch echte Handarbeit, sagt Kleber, die sich mit jedem ihrer vierbeinigen Kunden etwa eine Stunde beschäftigt. Auch Katzenbesitzer können sich wegen der Fellpflege an Carola Kleber wenden. Öffnungszeiten im herkömmlichen Sinne gibt es in ihrem Salon nicht. „Ich richte mich nach den Terminwünschen meiner Kunden.“ Auf Wunsch kommt Carola Kleber auch zu den Tierhaltern nach Hause und arbeitet im gewohnten Umfeld des Hundes als „Friseurin für alle Felle“. Sie ist erreichbar unter Telefon (09643)2058868 oder (0151)18664149 sowie auf Facebook



Redation und Fotos: Brigitte Grüner

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