Tiere, Aktivitäten und jede Menge Informationen gibt es auf dem Erlebnisbauernhof von Nicole und Gerhard Lindner in Welluck. Das Programm ist ideal für kleinere Kinder und für Schulklassen. Auch Erwachsene erfahren viel Neues.


Auf dem Wellucker Erlebnisbauernhof dürfen die Kinder beim Tränken der Kälber helfen. Foto: Brigitte Grüner


Lernen funktioniert am besten in der Praxis. Am Erlebnishof, der an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen den Auerbacher Ortsteilen Welluck und Sand liegt, haben kleine und große Gäste viel Gelegenheit dazu.


Mit Erlebnisbäuerin Nicole Lindner füttern die Kinder die Hühner. Foto: Brigitte Grüner
VOM GRAS ZUR MILCH – VON DER MILCH ZUR BUTTER

Der Lindner-Hof ist ein Milcherzeuger-Betrieb. Vor sechs Jahren wurde ein moderner Laufstall für die Tiere gebaut. Kein Wunder, dass sich auf dem Erlebnishof fast alles um das Thema "Milchvieh" dreht. Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn die Besucher selbst melken dürfen. Kindern gelingt dies oft schneller als den erwachsenen Begleitpersonen. Ein weiteres Aha-Erlebnis haben viele Gäste, wenn sie die frische Milch trinken. "Die ist ja warm", heißt es dann häufig. Milch kennen die meisten Menschen heutzutage nur noch aus dem Kühlregal im Supermarkt. Gerhard Lindner, der seine Frau bei der Betreuung der Gruppen und Klassen unterstützt, erklärt viel Interessantes rund um die Aufzucht der Kühe.


Kinder sind erfinderisch: Im alten Hühnerhof denken sie sich das Spiel "nicht den Boden berühren!" aus und hüpfen in den vom Federvieh gegrabenen Löchern. Foto: Brigitte Grüner


Anfangs sei er etwas skeptisch gewesen, sagt er. Inzwischen sei er vom Programm "Erlebnishof" überzeugt. Gerade für die Öffentlichkeitsarbeit seien die Führungen auf dem Hof sehr wichtig. Kinder werden vertraut mit der heimischen Landwirtschaft. Was auf den ersten Blick für viele Menschen wie Massentierhaltung aussieht, relativiere sich schnell, wenn sie sich hinter den Kulissen umsehen. Interessant finden besonders die jüngsten Besucher immer den "Wellness-Bereich" für Kühe, deren Kalb in Kürze erwartet wird.


Auf dem Erlebnisbauernhof macht sogar die Arbeit Spaß: Emma füttert hier die Kälber. Foto: Brigitte Grüner
GEBURT EINES KALBS WÄRE FÜR DIE KINDER EIN HÖHEPUNKT

Eine Geburt möchten viele Kinder nur zu gerne miterleben. "Manche wollen gar nicht mehr heimgehen, wenn sie erfahren, dass eine Kuh bald kalben wird", lacht Nicole Lindner. Doch nicht nur Kühe leben auf dem Wellucker Hof. Es gibt auch Schweine, Hasen, Hühner, Enten und Gänse und natürlich Katzen. Ein paar Schafe oder Ziegen möchte die Bäuerin ebenfalls noch anschaffen.


Katze Susi lässt sich am liebsten von Lea Lindner nehmen. Foto: Brigitte Grüner


Die Reaktionen der jungen Besucher auf einen Bauernhof sind oft unterschiedlich. Es gab schon Kinder, die sich neben ein Ferkel oder ein Kalb in’s Stroh legten. Andererseits waren auch schon Kinder zu Gast, die ständig sagten "Iih, hier stinkt’s", sich nicht schmutzig machen durften und deshalb weit weniger erleben konnten wie ihre Freunde oder Klassenkameraden. Es gibt Kinder, die fragen dem Ehepaar Lindner die berühmten Löcher in den Bauch und sind dankbar für jede neue Information und jede neue Erfahrung im Umgang mit Tieren. "Das Positive überwiegt eindeutig", sagt Nicole Lindner.


Begeistert helfen die Mädchen und Jungen mit Schaufel und Besen bei der Stallarbeit. Foto: Brigitte Grüner
WIEVIEL LITER MILCH LEGT EINE KUH?

Es gibt Kinder, die kennen sich schon gut mit der heimischen Landwirtschaft aus. Aber die Familie hat auch schon andere Beispiele erlebt. Während eines Kindergeburtstags habe ein Kind nachgefragt, wie viele Liter Milch eine Kuh denn täglich legen kann, erzählt Nicole Lindner schmunzelnd. Auch nach einer lila Kuh wurde bereits gefragt.


"Darf ich mal anfassen?" – Auch die Küken bekommen an diesem Tag Streicheleinheiten. Foto: Brigitte Grüner


Ein Projekt, das Gerhard Lindner am Herzen liegt, wäre eine ganzjährige Feldbewirtschaftung durch eine Schulklasse. Wer selbst etwas ansät, auf Regen hofft, mit Gülle düngt, Unkraut zupfen oder Kartoffelkäfer absammeln muss, habe einen ganz anderen Blick für die Landwirtschaft und ihre vielfältigen Aufgaben und Probleme. "Learning by doing" nennt das der Landwirt, der gerne ein Feld für ein solches Projekt zur Verfügung stellen würde. Gerade bei Jugendlichen könne man noch das Bewusstsein für heimische Lebensmittel schärfen.



Wenn Kinder und Jugendliche einen Erlebnisbauernhof besuchen, kann der Klassenausflug über das Landwirtschaftsamt gefördert werden. Eine lukrative Einnahmequelle sind die Besuche für die Landwirtsfamilie dennoch nicht. Es gehe nur darum, dass der zeitliche Aufwand nicht umsonst ist und dass die Kosten für zusätzliche Versicherungen amortisiert werden, meint Gerhard Lindner.


Arbeit macht hungrig. Beim Ausbuttern helfen alle Kinder mit und schütteln den Rahm, bis er streichbar wird. Foto: Brigitte Grüner
AUSBILDUNG

Nicole Lindner ist qualifizierte Erlebnisbäuerin. Die entsprechende Urkunde verlieh ihr der damalige Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im November 2014 in München. Der Weg zur Erlebnisbäuerin dauerte ein Jahr. Angefangen hatte es mit einer Informationsveranstaltung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ALE) in Amberg. Das ALE wollte weitere Höfe auch im Norden des Landkreises für dieses Programm gewinnen. Die Bäuerin aus Welluck nahm zunächst an einem zweitägigen Kurs teil und entschied sich danach, die komplette Qualifizierung zu machen. Meist war eine Übernachtung notwendig, da die einzelnen Module komprimiert über zwei Tage stattfanden. Dabei war Nicole Lindner unter anderem in den Seminarhäusern Triesdorf und Petersberg, auf einer Lehrfahrt zu einem Schulbauernhof sowie zur fachlichen Information bei bestehenden Erlebnishöfen. Unter anderem wurden ein Brothof, ein Kürbishof, ein Hof mit Ziegenhaltung und ein Käseseminar besucht. Zur Qualifizierung gehörte auch eine Abschlussprüfung. Dazu wurde eine Grundschulklasse aus Königstein eingeladen. Unter den kritischen Augen von zwei Prüferinnen erlebten die Kinder das Programm "Mit der Kuh auf Du und Du", das nach einem vorab geschriebenen Drehbuch durchgeführt werden musste.


Im November 2014 wurde Nicole Lindner vom damaligen Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zur "qualifizierten Erlebnisbäuerin" ernannt. Foto: Ulla Baumgart/StMELF
HOFLADEN ERGÄNZT BALD DAS ANGEBOT VOM ERLEBNISHOF LINDNER

Die engagierte Bäuerin hat schon wieder neue Pläne. Die Familie ist gerade dabei, einen Nebenraum auf dem Anwesen zu einem Hofladen umzugestalten. Dort werden nicht ausschließlich eigene Produkte verkauft. Vielmehr möchte Nicole Lindner regional erzeugte Produkte anderer Höfe oder Genossenschaften vertreiben. Dazu gehört leckerer Käse von einer Molkerei-Genossenschaft am Tegernsee und aus eigenen Eiern hergestellte Nudeln. Auch Fleisch und Eier von eigenen Tieren sollen angeboten werden. Ebenso möchte sie das Sortiment auf heimisches Obst und Gemüse, Butter, Honig und Marmelade aus eigener Herstellung ausweiten.

ANMELDUNG PER TELEFON ODER EMAIL MÖGLICH

Schneller als die Einrichtung eines Hofladens geht ein erlebnis- und abwechslungsreicher Nachmittag auf dem Bauernhof. Drei Stunden sollten interessierte Kindergruppen oder Schulklassen schon einplanen, wenn sie den Erlebnishof besuchen wollen. Gerne richtet Nicole Lindner auch Kindergeburtstage aus. Die Teilnehmer erfahren nicht nur viel über das Arbeiten und die Tiere auf dem Hof, sondern werden auch bewirtet und können sich auf einer Strohburg austoben. Das Interesse an Kindergeburtstagen auf einem Erlebnisbauernhof nimmt zu. Durch Mundpropaganda kommen auch Familien aus dem weiteren Umkreis nach Welluck.
Eine Anmeldung und Terminabsprache ist möglich bei Familie Lindner unter Telefon (09643) 916078 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.





Redation: Brigitte Grüner

Mode aus Italien und Paris im Auerbacher Modehaus Rupprecht: die Gründerin Marie Rupprecht, bei manch älteren Auerbachern besser als „Strickerl Marie“ bekannt, hätte sicherlich ihre reinste Freude daran. Vor fast 100 Jahren setzte sie 1927 mit Ehemann Hans ihre Geschäftsidee um und zog mit dem Huckelkorb über die Dörfer, um ihre Waren anzubieten. Daraus entwickelte sich ein Laden, der mittlerweile nicht nur in Auerbach, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus eine hohe Akzeptanz erfährt.

Gespür fürs Modisches

Eva-Maria Lindenberger-Kaufmann, Inhaberin mit BWL-Studium, führt ihr Geschäft heute mit Marktkenntnis und modischem Gespür. Immer am Puls der Zeit und mit der Nase im Wind setzt Eva-Maria ihre Vorstellungen von einem aktuellen, modischen, an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden orientiertem Sortiment überzeugend um. "Wir wollen in Bewegung bleiben, Neues ausprobieren und uns an den schnellen Veränderungen des Marktes orientieren" ist das Credo der jungen Frau. Zur Seite stehen ihr seit der Übernahme 2012 nach wie vor die Eltern Irmgard und Alfred. Besucht man das Geschäft in der Pfarrstraße 24, wird man nicht nur mit topaktueller und vielseitiger Mode empfangen. Die Kundinnen schlendern durch den Laden und informieren sich ungezwungen bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Sekt über modische Trends und Neuigkeiten.


"Pronta Moda" in trendiger Vielfalt

Die gibt es regelmäßig und die Freude, mit der die junge Chefin die Sortimentsauswahl trifft, ist spürbar. Alle zwei bis drei Wochen fährt die Inhaberin nach München und wählt persönlich aus dem Angebot der "Pronta Moda"-Anbieter aus. Diese "schnelle Mode" setzt neue Trends sofort um und kann handverlesen in Auerbach präsentiert werden. Individualität und Aktualität, gepaart mit kompetenter und aufmerksamer Beratung, einem einladenden Ambiente das ist das "Modehaus Rupprecht"-Erfolgsrezept. "Es ist wichtg, immer etwas Neues auszuprobieren", davon ist die Juniorchefin überzeugt. Die Firmenphilosophie "Wir sind zwar klein, jedoch persönlich, individuell und besonders" steht für die Haltung dieses inhaberinnengeführten Modehauses.

Individualität und Abwechslung

Ganz vorne bei den Kundenwünschen liegen Jugendlichkeit, Individualität und ein abwechslungsreiches Sortiment. "Modern ist, was gefällt. Heute gibt es keine Altersbegrenzung mehr für Mode. Die Frau von heute, ob 25 oder 75, trägt modische Farben, ist stilbewusst und legt Wert auf Neuigkeiten und Accessoires." Für die Geschäfsführerin sind sie das Tüpfelchen auf dem i, das nicht fehlen darf. Es lohnt sich immer, in den großzügigen Räumlichkeiten nach dem ultimativen Schal oder der farblich passenden Kette zu schauen, die die eigene Garderobe perfekt ergänzen. Gelegenheiten dazu gibt es viele: ob in der alljährlichen Modeschau im Oktober, den viermal im Jahr stattfindenden Auerbacher Markttagen oder bei den saisonalen Aktionen. Auch die Herren der Schöpfung lassen sich fachkundig und stilsicher beraten, sei es für Pullis, Hemden, Hosen oder Jeans. Kunden und Kundinnen schätzen dabei auch den Auswahlservice für Zuhause, den sie gerne in Anspruch nehmen.


Modefamilie mit Leidenschaft

Während Eva-Maria auf Messen, in Fachmedien und im Dialog mit Kollegen nach Neuigkeiten Ausschau hält, kümmern sich die Seniorchefs mittlerweile auch mit Hingabe um die zwei Enkel oder genießen ihr grünes Gartenparadies. Danach trifft sich die Familie wieder, um sich übers Geschäft, modische Trends und neue Pläne auszutauschen. Es ist eine leidenschaftliche Modemission, die bereits seit vier Generationen gepflegt wird.



Text und Fotos: Gisela Leinberger© für den Gewerbeverein Auerbach „Attraktives Auerbach“

Wenn Georg und Christoph Roßbacher in ihrer Verkaufshalle zwischen all den blühenden Saisonpflanzen stehen und über die Vorzüge von Bienenpflanzen für Mensch und Tier philosophieren, wird sofort klar, dass hier Gärtner mit Herz am Werk sind.


Bereits in der dritten Generation bietet der Familienbetrieb seinen Kunden "schöne und starke Pflanzen", die Familie Roßbacher gemeinsam mit ihren zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst kultivieren. Gisela Roßbacher kümmert sich um Büro und Floristik, Vater und Sohn leiten die Gärtnerei und den Garten- und Landschaftsbau. Angefangen hat alles mit Großvater Paul, der den Betrieb 1950 mit Gemüsepflanzen gründete. Vater Georg führte 1979 Zierpflanzen ein und Sohn Christoph erneuert und erweitert den Familienbetrieb seit 2007 kontinuierlich und ist auch für den Garten- und Landschaftsbau verantwortlich. Qualität, Nachhaltigkeit, Vielfalt

Der Familienbetrieb bietet Produktion und Verkauf aus einer Hand vor Ort und verzichtet komplett auf Großhandelsware. Die leidenschaftlichen Gärtner legen dabei großen Wert auf Qualitätsware, nachhaltige und umweltschonende Pflanzenproduktion und das Aufgreifen neuer Trends. "Wir lieben das Gärtnern rund ums Jahr", so Juniorchef Christoph. "Die Kombinaton von Gärtnerei und Garten- und Landschaftsbau macht das möglich". So kann der Gartenliebhaber in jeder Saison neben den Klassikern wie Geranie, Petunie & Co. auch immer wieder neue Pflanzen und Sorten entdecken.

Zusätzlich zur 1000 qm großen Verkaufshalle mit Saisonblühern und Musterbepflanzungen kultiviert der Betrieb Zier- und Gemüsepflanzen auf knapp 4000 qm Kultur- und Hochglasflächen. Für die Blütenpracht im Haus bietet die Floristikabteilung eine große Auswahl von überwiegend aus Fair Trade-Handel stammenden Schnittblumen und Zimmerpflanzen. "Uns ist wichtg, dass die Lohn- und Arbeitsbedingungen in anderen Ländern fair sind", so Seniorchef Georg.


Eigene torfreduzierte Erdmischung und natürlicher Pflanzenschutz

Jungpflanzen kauft die Gärtnerei bei deutschen Mutterpflanzenunternehmen und kultiviert sie mit ihrer eigens entwickelten Erdmischung. "Gute Erde ist wichtg, sie ist die Grundlage für eine gesunde und schöne Pflanze", so das Credo der grünen Profis. Die Verwendung von torfreduzierter Erde versteht sich im Sinne der Umweltschonung von selbst.
Bei den Zierpfanzen verwenden die Gärtner wenig Chemie, bei Gemüse und Bio-Kräutern wird komplett darauf verzichtet. Statdessen übernehmen Nützlinge wie Schlupfwespen, Florfliegen und Raubmilben die Schädlingsbekämpfung. Natürlicher Pflanzenschutz mit Mitteln wie Alsa, einem auf Knoblauch basierenden Mittel, sorgt im Gießwasser für 60 bis 70% weniger Läusebefall.

Fachkundige Beratung, Gemüse und Urban Gardening

Heute legen Kunden Wert auf saubere und schöne Pflanzen, eine attraktive Präsentation und fachlich kompetente Beratung. Bei der jungen Generation der 20-Jährigen beobachten Georg und Christoph Roßbacher ein wachsendes Interesse an Kräutern und Hochbeeten.

Gesunde Pflanzenernährung und Urban Gardening stehen auch in Auerbach hoch im Kurs. "Sie haben Chemie in Lebensmitteln und Betonwüsten satt und interessieren sich dafür, was man selber anbauen kann. Der Trend des Urban Gardening ist Ausdruck dieses wieder entdeckten Interesses an natürlicher, gesunder Ernährung." Dabei bevorzugen die Gärtner veredelte, widerstandsfähigere Sorten, die einen besseren Ertrag liefern.
Es ist ein Paradies für Gemüsegärtner, bei dem man aus einer Vielzahl an Paprika, Chilis, Wassermelonen, Tomaten, Auberginen, Gurken, Andenbeeren und einem breiten Bio-Kräuterangebot auswählen kann. Allein die 16 Sorten Tomaten von der kleinen Kirschtomate bis zum großen "Ochsenherz" lässt das Herz aller Gemüsefans höher schlagen.

Bienenpflanzen liegen im Trend

Eine Herzensangelegenheit sind den zwei Ziergärtnern Bienenpflanzen, die den Bienen wichtige Nahrung liefern. Und so wird das Gärtner-Duo nicht müde, seinen Kundinnen und Kunden Goldlack, Gänsekresse und eine große Vielzahl weiterer Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu empfehlen. Bei den Sträuchern sind Kornelkirsche, Salweide und der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch rund ums Jahr eine attraktive Bienenweide. Ihr Engagement für die Natur und das solide Handwerk mag auch der Grund dafür sein, dass die Gärtnerei Roßbacher bereits zweimal als Taufgärtnerei für die "Pflanze des Jahres" ausgewählt wurde. Letztmals 2018 für die Ringelblume, die ebenfalls über alle Eigenschafen verfügt, die eine gute Bienenpflanze auszeichnet.

Gärtner-Tipp 1 – Trendige Zimmerpflanzen in weiß und lila

In der Floristik stehen derzeit alle Zeichen auf weiß und lila. Elegant und feierlich kommen Schnittblumen und Zimmerpfanzen-Klassiker wie Orchideen und Flamingoblume daher. Weihnachtsstern, flammendes Käthchen und pfegeleichte Sukkulenten sind als Kundenlieblinge die Dauerbrenner.

Gärtner-Tipp 2 - Mulchen

Plastkfolien und Plastkvlies ersticken Boden- und Mikroorganismen, da kein Luftaustausch mehr möglich ist. Viel gesünder und naturverträglicher ist Rindenmulch mit seinem würzigen Waldduft.

Gärtner-Tipp 3 – "Ochsenherz"-Tomate

"Ochsenherz"-Tomaten sollten – im Gegensatz zu allen anderen Tomaten – grün geerntet werden, dann wird das Aroma besser. Außerdem ist es "die beste Tomate zum Grillen und Füllen: mit Schafskäse, Gemüse, Hackfleisch, Quinoa"

Gärtner-Tipp 4 – Trixis: Ein Topf, drei Pflanzen

Die sogenannten "Trixis" sind in diesem Jahr der absolute Rossbacher-Renner. Mit ihrem "Ein Topf, drei Pflanzen"-Prinzip sind sie ein farbenfroher Hingucker, der vor Kraft strotzt und zudem weniger kostet als drei Einzelpflanzen. Die Wahl fällt nicht immer leicht zwischen Goldmarie, Schneeflöckchen und der Mini-Petunie "Zauberglöckchen", einer Verbene, Männertreu, Geranien und einer trendigen "Schwarzäugigen Susanne" in rosa oder weiß.

Gärtner-Tipp 5 – Blumenpracht für Eingangstür & Terrassen

Der Trend geht weg von der klassischen Balkonbepflanzung. Stattdessen schmückt man seine Eingangstür oder die Terrasse mit bunten Blumentöpfen und integriert auch Ampeln in die vertikale Gestaltung.



Text und Fotos: Gisela Leinberger© für den Gewerbeverein Auerbach „Attraktives Auerbach“

Auerbach präsentiert sich Ende April wieder einmal als Messestadt. Nach der erfolgreichen Premiere im Frühjahr 2017 findet am Sonntag, 29. April, von 10 bis 16 Uhr die zweite Motorradmesse mit dem Namen "Auerbacher Testival" statt.


Geräusch- und Abgasmessungen können die Biker beim Testival kostenlos an ihren Maschinen durchführen lassen. Foto: Brigitte Grüner


Organisator ist wieder Josef Stiefler-Ebert, der vor zwei Jahren in der Degelsdorfer Straße eine GTÜ-Prüfstelle eröffnete. Sein Firmengelände und das Areal der angrenzenden Betriebe werden im Zentrum des Interesses stehen. Das Messegelände ist in diesem Jahr aber wesentlich größer als bei der Erstauflage. Im Industriegebiet Lohe öffnet auch die Firma Auto Eckert ihre Türen, berät interessierte Kunden und bietet Probefahrten mit den aktuellen FORD-Modellen an.

MOTORRÄDER UND AUTOS KÖNNEN PROBEGEFAHREN WERDEN

Neben Motorrädern verschiedener Hersteller gibt es in der Degelsdorfer Straße auch wieder E-Bikes von Radau und PKWs der Marke Opel von Auto+Service Ebert zu sehen. Auch Probefahrten sind möglich. Sechs Firmen werden am 29. April auf dem GTÜ-Gelände Motorräder ausstellen: Pepa-Bikes, Zweirad Drewe sowie Bike&Cars Service aus Bayreuth, Autohaus Hörl aus Pegnitz, Autoservice Rass aus Weidensees und Michael Pabst vom Rad-Lager in Auerbach.


Gespräche und Informationen rund um alle Fragen zu Zweirädern stehen bei der Motorradmesse "Testival" im Mittelpunkt. Foto: Brigitte Grüner


Die Teilnehmer haben Maschinen unterschiedlichster Hersteller dabei: Motorräder von KTM, Harley Davidson, Benelli, Mondial, KSR, Rieu, Yamaha und Roller sowie Quads von Kymco werden zu sehen sein. Pabst präsentiert eine selbst restaurierte Yamaha-Rennmaschine, mit der er im vorigen Sommer einen ersten Platz bei einem Classic-Bike- Event auf der britischen Isle of Man gewonnen hat. In seinem "Radlager" gibt es nicht nur Stellplätze, fachmännische Hilfe und Werkstatt-Equipment, sondern auch die Möglichkeit, ein Motorrad fachmännisch restaurieren zu lassen.

INFOS UND SERVICE RUND UM MOTORRÄDER WERDEN GEBOTEN

Kundendienst und Reparaturen an Motorrädern sind auch das Metier von Frank Schlegel vom gleichnamigen Motorradservice aus Nemschenreuth bei Pegnitz. Er stellt beim 2. Testival sich und seine Dienstleistungen vor. Für Informationen zum Thema "Führerschein" steht die Auerbacher Fahrschule Bierl zur Verfügung.
"Ich möchte für Auerbach eine zusätzliche Messe etablieren", so Josef Stiefler-Ebert, der schon nach der erfolgreichen Premiere vom April 2017 an eine Wiederholung der Ausstellung dachte. Er freut sich, dass die Veranstaltung durch das Angebot von Auto Eckert in der Industriestraße auch räumlich noch erweitert werden kann.


Gudrun Ebert (Mitte) von Auto+Service Ebert zeigt auf ihrem Betriebsgelände die aktuellen Opel-Modelle. Thorsten Eckert präsentiert seine Ford-Fahrzeuge in der Industriestraße. Foto: Brigitte Grüner
TESTIVAL-PROGRAMM BIETET VIELFALT

Für Motorradfans jeden Alters gibt es beim 2. Testival viel zu sehen. Auch Probefahrten sind möglich. Foto: Brigitte Grüner


In seiner Prüfstelle haben interessierte Besucher die Möglichkeit kostenlose Geräusch- und Abgasmessungen oder Sicherheitschecks ihrer Bikes durchführen zu lassen. Informieren kann man sich auch über Hauptuntersuchung und Änderungsabnahme. Auch die Avia-Tankstelle Bauer hat geöffnet. Das wichtige Thema "Erste Hilfe bei Motorradunfällen" werden Mitglieder des BRK Auerbach an ihrem Stand vermitteln. Um die Bewirtung der Gäste kümmert sich das Auerbacher Mogo-Team. Ausreichend Stellplätze für Besucher stehen am Edeka- Parkplatz am Novettaweg in unmittelbarer Nähe zum Ausstellungsgelände zur Verfügung.

GTÜ-PRÜFSTELLE BERÄT UND KONTROLLIERT

Wenn Josef Stiefler-Ebert sagt "Wir kleben ihnen eine", dann meint er damit die Plakette nach bestandener Hauptuntersuchung. Seine Prüfstelle an der Degelsdorfer Straße wurde im Juni 2016 eingeweiht. "Endlich gibt es auch in Auerbach eine Prüfstation", hat der gebürtige Ahorntaler schon von vielen Kunden gehört. Zu den Öffnungszeiten am Montag sowie von Dienstag bis Freitagnachmittag und am ersten Samstagvormittag im Monat ist es jederzeit möglich, vorzufahren.


E-Bikes sind groß im Kommen. Im Fachgeschäft "Radau" können die modernen Fahrräder auch ausprobiert werden. Foto: Brigitte Grüner


Eine Terminvereinbarung empfiehlt der Unternehmer dennoch. In seiner Prüfstelle führt er Haupt- und Abgasuntersuchungen durch oder kümmert sich um eine so genannte Änderungsabnahme. Diese ist zum Beispiel nötig, wenn ein Auto tiefer gelegt wird, breitere Reifen bekommt oder bei einem Kraftrad der Motor gedrosselt wird.

HAUPTUNTERSUCHUNG MÖGLICHST NICHT HINAUSZÖGERN

Josef Stiefler-Ebert hat sich als Freiberufler der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) angeschlossen. Mit dieser habe er schon gute Erfahrungen gemacht. Die GTÜ ist neu in der Region, die nächsten Einrichtungen sind knapp 30 Kilometer entfernt. Seine eingassige Prüfstelle ist technisch auf dem neuesten Stand. Unter anderem gibt es ein modernes Gerät, das bei Fahrzeugen an den Bordcomputer angeschlossen wird und eine Systemdatenprüfung durchführt.


Michael Pabst ist ein begeisterter Motorrad-Restaurator. Mit dieser Yamaha-Rennmaschine hat er in England mit Erfolg an einem Classic-Bike-Event teilgenommen. Foto: Brigitte Grüner


Bei der HU von Motorrädern ist die Probefahrt umfangreicher als beim PKW. Während dieser Fahrt wird nicht nur die Wirkung der Bremse geprüft; auch Probleme wie zu wenig Reifendruck oder ein defektes Lenkkopflager lassen sich hier feststellen, erklärt der Prüfingenieur. Er werde oft gefragt, ob man die Hauptuntersuchung hinauszögern dürfe. Dies sei im Grunde nicht erlaubt, werde aber noch nicht bestraft. Wer länger als zwei Monate wartet, muss allerdings mit einem Bußgeld rechnen.“

Der Prüfingenieur, der sich mit seiner Familie im Auerbacher Ortsteil Nasnitz niedergelassen hat, ist seit 1. April 2016 selbstständig und betreut neben den Kunden in der Auerbacher Prüfstation auch auswärtige KfZ-Betriebe. Unter anderem hat er gute Kontakte zu den Autohäusern und Motorrad-Werkstätten, die am 29. April beim "2. Auerbacher Testival" ihre aktuellen Fahrzeuge präsentieren.





Redation: Brigitte Grüner

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